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LITERATUR TIPPS
Führung
Selbstführung
Neue Arbeitswelt
Haltung & Denken
Coaching
Nora Dietrich · Verlag Franz Vahlen · 2025Für wen: Führungspersonen und Personalverantwortliche.Behandelt psychische Gesundheit als Organisationsthema und nicht als Privatsache der Einzelnen. Damit schliesst es die Lücke zwischen individuellen Resilienzangeboten und den Bedingungen, unter denen Menschen tatsächlich arbeiten.Aktuell und betrieblich gedacht – nützlich für alle, die im eigenen Betrieb etwas aufbauen wollen und nicht nur bei sich selbst.
Markus Ebner · facultas · 2. Auflage 2024Für wen: Führungspersonen und Fachleute, die das Modell von Grund auf verstehen wollen.Das Standardwerk. Ebner hat PERMA-Lead entwickelt und legt hier die Forschungsgrundlage dar – über 500 internationale Studien plus eigene Ergebnisse seines Teams. Der Kern der Argumentation: Positives Führen ist kein Wohlfühlprogramm, sondern hängt messbar mit Leistung, Fluktuation und Krankenstand zusammen.Dicht geschrieben, aber verständlich. Wer wissen will, worauf sich alle anderen Bücher dieser Liste berufen, liest dieses.2019 zunächst als ein Band erschienen, seit 2024 in zwei überarbeiteten Bänden.
Für wen: Wer das Modell schon kennt und Methoden für den Alltag sucht.Der Werkzeugband zum ersten. Konkrete Instrumente – stärkenorientiertes Feedback, Gesprächsformate, Übungen für Teams – und Praxisberichte aus Unternehmen wie Bosch, dm oder SOS-Kinderdorf.Gedacht für Führungspersonen, Trainerinnen und Coaches, die etwas suchen, das sich nächste Woche einsetzen lässt. Ohne den ersten Band verständlich, aber weniger überzeugend.
Norbert Heining · facultas · 2025Für wen: Führungspersonen mit wenig Zeit und konkretem Umsetzungsbedarf.Über hundert Umsetzungstipps entlang der fünf PERMA-Lead-Bereiche, auf rund hundert Seiten. Norber Heining ist Diplompsychologe, war lange Personalleiter und ist zertifizierter PERMA-Lead-Berater.Ein Praxisbuch zum Verstehen und direktem Umsetzen von Positive Leadership im Führungsalltag.
Elke Katharina Meyer, Frank Nesemann, Thomas Achim Werner · BusinessVillage · 2024Für wen: Wer positives Führen nicht nur als individuelle, sondern als kulturelle Frage denkt.Der Blick geht über die einzelne Führungsperson hinaus auf Team und Organisation. Mit Selbstreflexionsfragen, Interviews und einer eigenen Studie zur Wirkung von Positive-Leadership-Trainings.Der richtige Titel, wenn die Frage lautet, wie ein Ansatz über die eine begeisterte Führungsperson hinaus Bestand hat.
Christian Thiele · Haufe TaschenGuide · 2021, 2. Auflage 2024Für wen: Führungspersonen, die konkret bei den Stärken ihrer Mitarbeitenden ansetzen wollen.Auf rund 128 Seiten im Taschenformat der schnellste Zugang zu stärkenorientierter Führung. Christian Thiele beschreibt, warum das Erkennen von Stärken die Kernaufgabe ist – und wie man sie im Alltag benennt, einsetzt und entwickelt, statt sie vorauszusetzen.Der Ausgangspunkt ist einer, den ich oft erlebe: Defizite fallen uns bei uns selbst und bei anderen sofort auf, Stärken deutlich schwerer. Genau daran arbeitet das Buch.Vom selben Autor stammt das ausführlichere «Praxisbuch Positive Leadership» (Haufe, 2021), wenn das Taschenformat zu knapp wird.
Alexander W. Hunziker · Verlag SKV, Zürich · 2. Auflage 2025 (1. Auflage 2018)Für wen: Führungspersonen in der Schweiz.Hunziker ist Professor an der Berner Fachhochschule und ausgebildeter Achtsamkeitslehrer – beides merkt man dem Buch an. Er beginnt bei der Führungsperson selbst: Wer die eigenen Stärken nicht kennt, kann andere schwer stärkenorientiert führen.Schweizer Kontext, Schweizer Beispiele, gut lesbar. Die zweite Auflage enthält neue Kapitel zu psychologischer Sicherheit, Job Crafting und wertschätzendem Kritisieren.
Für wen: Alle, die wissen wollen, woher der Begriff kommt und was er wirklich bedeutet.Edmondson hat das Konzept der psychologischen Sicherheit begründet und über zwanzig Jahre daran geforscht. Sie zeigt an Fällen aus Luftfahrt, Medizin und Wirtschaft, was Schweigen kostet – und entwickelt daraus einen Rahmen, wie Organisationen es anders machen können.Die wichtigste Klarstellung des Buches ist zugleich die, die im Alltag am häufigsten fehlt: Psychologische Sicherheit ist nicht Anspruchslosigkeit. Sie ist die Bedingung dafür, hohe Ansprüche überhaupt erfüllen zu können.
Karolin Helbig, Minette Norman · Vahlen · 2024Für wen: Führungspersonen, die vom Verstehen ins Tun kommen wollen.25 «Spielzüge», gruppiert in fünf Bereiche, je mit Begründung und Anleitung. Die beiden Autorinnen sind Leadership-Coaches und stiessen auf dieselbe Lücke: Psychologische Sicherheit lässt sich messen, aber es fehlten Werkzeuge, die man Führungspersonen in die Hand geben kann.Ergänzt Edmondson, ersetzt sie nicht. Wer nur das Playbook liest, hat Handlungen ohne Begründung – und merkt dann im Team nicht, warum eine davon gerade nicht funktioniert.
Nico Rose · Haufe TaschenGuide · 2. Auflage 2024Für wen: Führungspersonen, die wenig Zeit haben und etwas suchen, das sie nächste Woche anwenden können.Auf 128 Seiten im Taschenformat geht es um die Frage, wie Führung das Sinnerleben der Mitarbeitenden beeinflusst – mit der Sinn-Matrix als Kernwerkzeug, dazu Feedback, Wertschätzung, Stärken und Selbstbestimmung.Sinn (Meaning) ist der Bereich, den ich in Gesprächen oft als Lücke erlebe: Alle wissen, was zu tun ist, und niemand sagt mehr, wofür. Dieses Buch gibt dazu Formulierungen statt Appelle.
Vera Starker, Katharina Roos · Vahlen · 2025Für wen: Alle, die führen und selbst nicht wissen, wie es weitergeht.Zuversicht ist hier keine Charaktereigenschaft, sondern etwas Lernbares. Die Autorinnen stützen sich auf das psychologische Kapital mit seinen vier Bestandteilen: Selbstwirksamkeit, Optimismus, Hoffnung und Resilienz.Das ist die ehrlichere Version von «positiv denken». Niemand muss so tun, als sei alles gut – es geht darum, trotz offener Lage handlungsfähig zu bleiben und das auch zeigen zu können. Genau das wird von Führungspersonen erwartet, ohne dass jemand sagt, wie es geht.
Carsten C. Schermuly · Haufe · 2025Für wen: Führungspersonen, die ihre eigene Wirkung realistisch einschätzen wollen.Schermuly ist Wirtschaftspsychologe und beschreibt, was Macht mit Menschen tut: Sie wirkt euphorisierend, macht impulsiver, senkt Empathie und erhöht die Anfälligkeit dafür, die eigene Position zu nutzen. Nicht bei den anderen – bei allen.Das Unangenehme daran ist auch das Nützliche: Wer weiss, dass die eigene Wahrnehmung mit der Position kippt, kann Gegengewichte einbauen. Ohne dieses Wissen wird aus psychologischer Sicherheit schnell eine gut gemeinte Absichtserklärung.
Gabriele Lindemann, Vera Heim · Junfermann · 4. Auflage 2026Für wen: Führungspersonen, die mit der Gewaltfreien Kommunikation im Betrieb arbeiten wollen.Das Praxishandbuch zu Rosenberg: Die Autorinnen übersetzen die Methode in den Geschäftsalltag – Kritikgespräche, Zielvereinbarungen, Konflikte im Team, Zusammenarbeit zwischen Abteilungen.Genau die Brücke, die bei Rosenberg fehlt. Er schreibt über das Prinzip, hier steht, wie es in einer Sitzung klingt, in der es um Zahlen geht.
Hendric Mostert, Dana Hoffmann · Murmann · 2024Für wen: Führungspersonen und Moderierende, die einen Konflikt im Team vor sich haben.Der Ausgangspunkt macht den Unterschied: Konflikte entstehen nicht, weil jemand versagt hat, sondern weil Menschen unterschiedliche Wege wählen, um dasselbe Bedürfnis zu decken. Darauf folgen konkrete Formate, unter anderem die aus Brasilien stammenden Restorative Circles.Ein Buch zum Anwenden, nicht zum Durchlesen. Ich nutze es wie ein Nachschlagewerk: Situation suchen, Format anschauen, anpassen.
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