Wenn Leistung stimmt - aber Verbundenheit fehlt
- Irene Ryser
- vor 11 Minuten
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Eine Reflexion über emotionale Bindung im Gesundheitswesen - Teil 1 von 6
Ich erlebe im Gesundheitswesen hochqualifizierte, engagierte Führungspersonen und Teams. Menschen, die Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen und täglich ihr Bestes geben.Und trotzdem begegnet mir in Gesprächen immer häufiger dieses leise Gefühl:
Wir funktionieren – aber wir sind nicht mehr wirklich verbunden.
Verbundenheit geht selten abrupt verloren. Sie schwindet schleichend – unter Zeitdruck, Personalmangel, Projekten, KPIs und permanentem Entscheiden-Müssen.
Viele Führungspersonen beschreiben mir, dass sie körperlich präsent, innerlich jedoch zunehmend auf Distanz sind. Das ist kein individuelles Versagen. Es ist eine systemische Folge hochkomplexer Arbeitsrealitäten.
Studien zeigen, dass fehlende emotionale Bindung nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist –
Laut dem Gallup Engagement Index 2024 empfinden 91 % der Arbeitnehmenden keine hohe emotionale Bindung an ihr Unternehmen.
Gerade im Gesundheitswesen ist das besonders kritisch: Denn hier ist Beziehung kein „Nice-to-have“, sondern Teil der Versorgungsqualität.

Reflexionsfrage:
Wann haben Sie sich bei der Arbeit zuletzt wirklich verbunden gefühlt – mit einem Menschen, nicht mit einer Aufgabe?
In den kommenden Beiträgen (2-6) teile ich mit Ihnen, weitere wichtige Faktoren zum Thema emotionle Bindung , warum soziale Fitness zur strategischen Führungsaufgabe wird – und wie sie konkret gestärkt werden kann.
Irene Ryser - Ihre Sparringspartnerin im Gesundheitswesen



